Übergewicht und Fettleibigkeit: Folgeerkrankungen vom Geschlecht abhängig aktuelle Gesundheitsnachrichtenz
Es ist schon lange bekannt, dass starkes Übergewicht das Risiko für zahlreiche Erkrankungen erhöht. In einer Studie hat sich nun aber gezeigt, dass es hierbei bedeutende Geschlechterunterschiede gibt. So verursacht Adipositas (Fettleibigkeit) bei Frauen ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes und COPD und bei Männern steigt dadurch die Gefahr für chronische Nierenerkrankungen.

Übergewicht und Fettleibigkeit: Folgeerkrankungen vom Geschlecht abhängig aktuelle Gesundheitsnachrichtenz

Übergewicht und Fettleibigkeit: Folgeerkrankungen vom Geschlecht abhängig aktuelle Gesundheitsnachrichtenz

Zusammenhänge zwischen Adipositas und häufigen Todesursachen bei Frauen und Männern

Es ist schon lange bekannt, dass starkes Übergewicht das Risiko für zahlreiche Erkrankungen erhöht. In einer Studie hat sich nun aber gezeigt, dass es hierbei bedeutende Geschlechterunterschiede gibt. So verursacht Adipositas (Fettleibigkeit) bei Frauen ein höheres Risiko für Typ-2-Diabetes und COPD und bei Männern steigt dadurch die Gefahr für chronische Nierenerkrankungen.


..

Menschen, die eine ungesunde Menge an Gewicht mit sich herumtragen, müssen sich nicht nur wegen Herzerkrankungen und Diabetes Sorgen machen, heißt es in einer im Fachjournal „EurekAlert!“ veröffentlichten Mitteilung. Adipositas ist an zwei Dritteln der weltweit häufigsten Todesursachen durch nicht übertragbare Krankheiten beteiligt, und das Risiko für bestimmte Krankheiten ist bei Männern und Frauen unterschiedlich. Das zeigt eine Studie von Forschenden um Cecilia Lindgren von der University of Oxford. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin „PLOS Genetics“ publiziert.

Arzt misst bei einem übergewichtigen Mann den Bauchumfang
Fettleibigkeit trägt zu einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme bei. Doch die Auswirkungen von Adipositas auf die verschiedenen Krankheitsrisiken unterscheiden sich bei Frauen und Männern. Das hat eine neue Studie gezeigt. (Bild: JPC-PROD/fotolia.com)

Fettleibigkeit erhöht bei Frauen das Risiko für Diabetes und COPD

Die Zahl der fettleibigen Menschen nimmt weltweit immer weiter zu. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten, dass übermäßiges Gewicht neben Herzkrankheiten und Typ-2-Diabetes auch zu anderen Todesursachen führen oder diese verschlimmern könnte. Um zusätzliche Todesursachen zu identifizieren, die durch Adipositas verschlimmert wurden, führten die Forschenden eine Analyse durch, in der die Ursache-Wirkungs-Beziehungen untersucht wurden. Dafür wurden genetische Daten von 228.466 Frauen und 195.041 Männern verwendet, die aus der UK Biobank stammten.

Ihre Analyse ergab, dass Fettleibigkeit zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen beiträgt, darunter Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Diabetes Typ 1 und 2, Schlaganfall, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenkrebs, nicht-alkoholische Fettleber, chronische Lebererkrankung und Nierenversagen.

..

Während Adipositas sowohl bei Frauen als auch bei Männern zu Typ-2-Diabetes führen kann, war dieses Risiko bei Frauen höher als bei Männern, während bei Männern ein höheres Risiko für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen und chronische Nierenerkrankungen bestand.

..

Unterschiedliche Präventionsmaßnahmen für Männer und Frauen

„Diese Studie zeigt, wie schädlich Übergewicht für die menschliche Gesundheit sein kann und dass Frauen und Männer infolgedessen unter verschiedenen Krankheiten leiden können“, so Studienautorin Jenny Censin. Michael Holmes, der die Arbeit zusammen mit Cecilia Lindgren beaufsichtigte, sagte, dass die Ergebnisse die Notwendigkeit für Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit unterstreichen, um die hohe Zahl der Adipositas-Erkrankungen einzudämmen.

Insgesamt stellt die Studie fest, dass Fettleibigkeit die meisten der weltweit häufigsten Todesursachen, die nicht mit Infektionskrankheiten zusammenhängen, verursacht oder zu diesen beiträgt. Die Auswirkungen von Adipositas zeigen sich jedoch bei Männern und Frauen unterschiedlich. Die Ergebnisse haben potenzielle Auswirkungen auf die Gestaltung von Strategien für die öffentliche Gesundheit und legen nahe, dass unterschiedliche Präventionsmaßnahmen für Männer und Frauen gerechtfertigt sein könnten. (ad)

https://metinews.com - heilpraxisnet-de